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Von Affen am Frühstückstisch und Löwen auf dem Zeltplatz

Den Traum von Afrika haben sich Kreisrätin Annette Louis und ihr Mann Joachim 2004 zum ersten Mal erfüllt. Inzwischen sind sie im südlichen Afrika so sehr zu Hause wie in Puchheim. Ihr erstes Buch "Sieben Monate Afrika", in dem sie sieben Touren beschreiben, ist gerade erschienen.

Wer noch kein Afrika Fan ist, wird es, sobald er zu lesen beginnt. Durch Botswana, Malawi, Mosambik, Namibia, Sambia und Südafrika sind die Autoren 2009 gereist. Rund 500 Bilder und viele sachkundige Informationen machen das Buch zu einem guten Reiseführer. Doch es ist mehr als das. Der Tagebuchstil macht es zu einem Erlebnis, auch wenn man nicht vor hat, zur Fußball WM aufzubrechen.

Wer über die pinkelnden Affen am Frühstückstisch aus sicherer Entfernung schmunzeln oder den Löwenbesuch am Zeltplatz miterleben will, ohne dem Tier nun unbedingt selbst ins Auge blicken zu müssen, der hat an diesem 470 seitigen Buch Vergnügen. Wer die Abenteuer selbst erleben will, kann auch das.

Sieben Monate sind Annette und Joachim Louis durch das südliche Afrika gereist und haben nicht nur diesen Affenbrotbaum erklommen. Ihre Erlebnisse haben sie in einem Buch festgehalten, in dem über 500 Fotos zu sehen sind.

Denn es soll nicht das letzte Buch sein. Und auf Recherchetouren nehmen die Puchheimer immer Gäste mit. Das hat zwei Gründe. "Das Reisen in Afrika ist sehr teuer und auf üblichen Reiseveranstaltungen sehen wir nicht das, was wir sehen wollen." So hat sie 2006 im Internet einen Landrover in Schottland ersteigert und ihn nach Afrika verschifft. Dort wartet das Gefährt, bis seine Besitzer im April wiederkommen.

"Es sind die Natur, die Tierwelt aber auch die freundlichen Menschen, die mich faszinieren und die Dunkelheit", sagt Annette Louis. "Wenn die Sonne untergegangen ist, sieht man gar nichts mehr." Und man kann auch erahnen, was sie mit dem Begriff "Erdung" meint, wenn sie vom Leben auf dem fernen Kontinent schwärmt. "Wir beherrschen die Technik, aber wenn die versagt, ist alles mächtiger als wir", erklärt sie.

Um abseits der Pfade unterwegs sein zu können, haben die beiden eine Ausbildung zum Field Guide gemacht. "Das heißt aber nicht, dass man nun Löwen suchen geht", erklärt Annette Louis. Schnell lernt man in dein Buch, dass es ein erheblicher Unterschied ist, ob der Löwe ums Zelt streift oder ob der Mensch in sein Revier eindringt.

Wer die Kreisrätin kennt, kann beim Lesen oft schmunzeln. Schreibt sie doch so, wie sie es auch erzählen würde, wenn man beisammen sitzt. Von einem Überfall, einem spuckenden Skorpion und anderen Unannehmlichkeiten erzählen die beiden. Während der eine fuhr, hat der andere geschrieben. Die letzte Tour hätte allerdings fast ein jähes Ende genommen. Beim Grillen zog sich Joachim Louis schwere Verbrennungen zu. "Ich will nicht heim", liest man im Buch und leidet mit, weil seine Liebe zu diesem Land greifbar ist. "Eine schöne Reise darf so einfach nicht zu Ende gehen", sagt seine Frau und behält recht. Am Ende müssen die beiden doch nicht früher heim.


RUTH GEMEINHARDT